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Die Elben von Lindornёa Die Elben von Lindornёa sind ein Mischvolk, das aus verschiedenen Völkern und Stämmen der Elben hervorgegangen ist: Noldor und Teleri, sowie Sindar und Laiquendi. Während die ersten ihre Abstammung bis ins ferne Aman zurückverfolgen können, so zählt die zweite Gruppe zu den Moriquendi oder den Úmanyar, denn keiner ihres Geschlechts hat je das Licht der zwei Bäume von Valinor erblickt. Ihre Geschichte ist so unterschiedlich wie ihre Herkunft und doch teilen sie heute ein gemeinsames Schicksal. Die Herkunft der Laiquendi, der Grünelben, und der Sindar, der Grauelben ist von den Wirrnissen der Welt überschattet. Denn auch nachdem die Schlachten der Altvorderenzeit geschlagen waren, hörte der Wandel in der Welt doch nicht auf, so wie Eru Ilúvatar dies in seiner Großen Melodie vorherbestimmt hat, und die Welt von einst ist nicht mehr. Wohl stammen die Sindar ab von jenem Volk der Egladorim, das einst von den anderen Eldar verlassen wurden und in Beleriand lebte. Aber selbst für die Elben ist diese Zeit schon so lange vergangen, dass sich niemand unter ihnen auch nur eines Anverwandten erinnern kann, der noch jemanden gekannt hat, der die Blätter im Wald von Neldoreth hat rauschen hören. Der Wandel der Welt ging einher mit vielen Gefahren, und nicht wenige kamen darin um oder traten den Weg gen Westen an. Die wenigen Verbliebenen wollten oder konnten nicht gehen, und ihre Heimat war ihnen zu sehr ans Herz gewachsen, als dass sie von ihr lassen wollten. Und so kam es, dass die Welt am Ende des Vierten Zeitalters erneut gewandelt wurde, auch wenn nicht in dem Maße, wie es beim Untergang von Númenor geschehen war. Und doch wurden ihre Küsten zerschlagen und das Meer brach ein in die Lande, die da waren, und suchte sich neue Wege. Und die Berge der Welt fielen in sich zusammen und wo vorher ein Gebirge war, da war jetzt das Meer, und Elben und Menschen erkannten ihre Welt nicht mehr, und vergaßen, wie die Welt einst geschaffen ward. Und obwohl im Fünften Zeitalter vieles anders war, so war doch auch vieles gleich, Anor zog, von Ariën geleitet weiter ihre Bahn, und Tilion folgte mit Ithil wie seit der Zeit ihrer Erschaffung. Die Bäume wuchsen und die Blumen blühten, und vieles, das gut war, blieb in der Welt, und die Elben erfreuten sich daran. Doch waren es ihrer nur noch wenige, und die alten Weisen und Geschichten gerieten nach und nach in Vergessenheit, und keine Schiffe segelten mehr in den Westen. Die Elben lebten in relativem Frieden, denn die Menschen hatten oft vergessen, dass es sie gab, und sie waren nicht mehr zahlreich und konnten so vor den Augen der Hildor und doch im Verborgenen leben. Aus den Laiquendi und den Sindar und den Nandor wurde ein Volk, und so wurde die Trennung der Großen Wanderung beinahe wieder aufgehoben. So hätte es weitergehen können, bis die Welt ihrer Bestimmung entgegen gekommen wäre, aber es war nicht so. Denn wie anders verliefen die Geschicke derer, die in den Westen gegangen oder seit der Großen Wanderung die Gestade der Seligen nie verlassen hatten. Sie lebten in immerwährendem Frieden und in Glückseligkeit. Die Heimkehrer aus den Landen der Sterblichen jedoch wussten von großen Dingen zu berichten, von Schlachten und Krieg und von Tapferkeit und Heldenruhm. Aber auch von Verzweiflung und Leid im Angesicht des Bösen und von Entbehrungen und gewaltsamem Tod sprachen sie, und die Schatten der Gefallenen in den Häusern von Mandos waren ihre Zeugen. So war es allen eine Lehre und eine Mahnung, dass aus dem Stolze Fёanors nur Unheil erwachsen war, und dass all das Leid und die Trauer und der Tod so vieler der Eldar hätte verhindert werden können durch klugen Ratschluss statt durch blinden Zorn. Und so waren die Elben zufrieden, und mit der Zeit wurden die Berichte zu Legenden. So lebten die Glückseligen während des Vierten Zeitalters fort, und die Schiffe aus den sterblichen Landen wurden weniger, und dann verschwanden sie ganz, und die Welt Endor wurde zu etwas, was man nur aus Sagen und Geschichten kennt. So kam es schließlich, dass die Sehnsucht nach Taten verlangte. Und derjenige unter den Unzufriedenen, der mit der lautesten Stimme sprach, war Aldarnilltar, der im Sindarin Galathildor gerufen wurde. Hinter ihm sammelten sich all jene, die die Geschichten aus der Vergangenheit gehört hatten, und die nun selbst darauf brannten, solche Taten zu begehen, wie sie in den Liedern besungen wurden. Und Aldarnilltar sprach zu ihnen von der Freiheit der Eldar und davon, dass sie bestimmt dazu seien, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Diese Unzufriedenen nannten sich selbst Aureldi, was die Fortgegangenen heißt und eigentlich der Name der Elben war, die aus Beleriand nach Aman gekommen waren. Nun aber sollte es der Name derer sein, die die jenseitigen Lande aus eigenem Antrieb wieder verlassen wollten um nach Endor, der Stätte ihrer Herkunft zurück zu kehren. Viele Worte fielen im Streit, der darum entbrannte, und nicht alle waren freundlich gesprochen, doch schließlich brachen die Aureldi auf, um nach Endor zu ziehen. Doch sahen sich die Noldor den gleichen Schwierigkeiten wie dareinst ihre Vorväter gegenüber, denn sie besaßen keine Schiffe, um die Fahrt über den Großen Ozean zu unternehmen. Und so standen sie an den Ufern von Belegaёr und blickten hoffungslos auf die Wasser. Von der Ferne klangen die silbernen Glocken von Alqualondё und auf Tol Eressёa leuchteten die silbernen Laternen von Avallónё. Doch beides war für die Aureldi kein gangbarer Weg, denn allein schon ihre Vettern, die Teleri um Boote zu bitten, verbat sich ihnen ob der Untat, die vor so vielen Jahren begannen ward. Und es kam der Tag, an dem die Überfahrt ein Ende hatte, und die Úmandalië Endor erblickten, und entdeckten, dass die Welt sich erneut gewandelt hatte. Nichts war mehr, wie in den alten Legenden, und hilflos waren sie zunächst in der für sie doch so fremden Welt der Hinnenlande. Doch Aërien sorgte für sie, und Aldarnilltar führte sie, und schließlich kamen sie in einen großen Wald voller Eichen, und sie gewahrten das Wirken Yavannas darinnen. Und es begab sich, dass sie hier auf Moriquendi trafen. Groß war die Verwunderung auf beiden Seiten, und voller Freude war die Begegnung. Und die Elben beschlossen gemeinsam von nun ab ihre Heimstatt in dem Wald der ersten Begegnung zu nehmen, und sie nannten den Wald Taurё Lindornёa, nach den Eichen, unter denen sie sich getroffen hatten. Elbencharaktere aus Lindornea sollten sich am Hintergrund der Tolkienwelt orientieren. Es sind sowohl Noldor als auch Sindar/ Laiquendi möglich. Bespielte Charaktere: Asgardil Tirithion, Indhoriel Tirithiën, Faériel Adaneth. |
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